Artemed Klinikum München Süd
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Meniskusverletzungen

Meniskusverletzungen sind häufig und können in jedem Alter auftreten. Die beiden paarigen halbmondförmigen Menisken sind der Stoßdämpfer des Kniegelenks und somit essentiell für eine gute Funktionalität des Gelenks. Sie sorgen für die Verteilung und Übertragung  von Lasten im Knie und tragen zur Stabilität bei. Störungen dieser Funktionen können oft zu einem frühzeitigen Gelenksverschleiß führen. Sie können entweder durch ein akutes Trauma/Sportverletzungen (abruptes Stoppen / Drehbewegung) als auch durch degenerative Verschleißprozesse (Überlastung) entstehen.

Symptome

Folgende Symptome deuten auf einen Meniskusschaden hin:

  • Schwellung
  • Einklemmphänomen
  • Klicken
  • Streckhemmung
  • stechende Schmerzen sowie
  • Rotations- und  Einlaufschmerzen.

Meniskusverletzungen können nach der Rissformen (Radiär-, Längs-, Horizontal-, Korbhenkel-,  Lappenriss) und nach der Lokalisation (Vorderhorn, Pars Intermedia, Hinterhorn, Wurzel) klassifiziert werden.

Therapie

Die verschieden Verletzungsformen verlangen ein differenziertes Behandlungskonzept. Ziel der modernen Meniskusversorgung ist aber immer: So viel wie möglich vom Meniskusgewebe erhalten!

Als konservative, nicht operative Therapiemöglichkeiten gibt es folgende Behandlungsmöglichkeiten: entzündungshemmende Schmerzmittel wie zum Beispiel Diclofenac oder Ibuprofen, Kniebandagen oder –orthesen, Bewegungstherapie mit dem Ziel der Kräftigung der Muskulatur und Erhaltung der Beweglichkeit, Gewichtsabnahme (bei starkem Übergewicht), Optimierung des Schuhwerks, Anpassung der sportlichen Aktivitäten (Vermeidung Start-/Stopp-Sportarten auf hartem Untergrund)

Die operative Behandlung von Meniskusverletzungen wird in der Regel arthroskopisch minimalinvasiv durchgeführt.  Über eine kleine Stichinzision wird zunächst das Arthroskop (Kamera) in das Knie eingeführt. Das gesamte Knie wird routinemäßig nach weiteren Verletzungen überprüft.  Über eine weitere Stichinzision wird dann mit arthroskopischen Instrumenten die Versorgung des Meniskus durchgeführt.  Je nach Rissform und Lokalisation stehen die Meniskusteilresektion/Glättung, die Meniskusnaht und der Meniskusersatz als Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Verschiedene Nahttechniken, die sogenannte Inside-out, All-Inside und Outside-in Naht, können angewandt werden.

(Bilder: Arthrex) 

Die Zone des Risses bestimmt die Erfolgschancen der Naht:

  1. Rote äußere Zone (gute Durchblutung: Naht empfehlenswert),
  2. Rot/weiße Zone (mittelmäßige Durchblutung: Naht oder Teilresektion),
  3. Weiße Zone (keine Durchblutung: Teilresektion)

Nachbehandlung

Die Nachbehandlung bei Patienten mit einer Meniskusteilresektion beinhaltet normalerweise  1-2 Wochen eine Teilbelastung zur Erguss-/Schwellungs- und Schmerztherapie. Die  Arbeitsfähigkeit ist generell wieder ab der 3. Woche gegeben. Ab diesem Zeitpunkt kann auch wieder mit leichten sportlichen Übungen begonnen werden.

Die Nachsorge der Meniskusnaht ist abhängig davon, ob der Innen- oder der Außenmeniskus versorgt wurde. Nach einer Teilbelastung von ca. 20kg für 2 Wochen, kann die Innenmeniskusnaht mit einer gestreckten Schiene ab der 3. Woche zunehmend voll belastet werden, die Außenmeniskusnaht muss für weitere 4 Wochen geschont werden. Nach 6 Wochen darf jede Meniskusnaht wieder voll belastet werden.

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