Artemed Klinikum München Süd Gebäude Bild

Artemed Klinikum München Süd
Am Isarkanal 30
81379 München
T 089 72440-257
F 089 72440-403
radiologie-akms@artemed.de

Kardiale Bildgebung

Transarterielle Klappen-Implantation (TAVI)

Eine Aortenklappenverengung, genannt Aortenklappenstenose, ist die häufigste erworbene Herzklappenerkrankung. Sie tritt meist in höherem Alter auf, wenn sich die Klappentaschen wegen Verschleiß oder Verkalkung (Sklerose) nicht mehr weit genug öffnen können um das Blut durchzulassen.

Patienten mit einer hochgradigen Aortenklappenstenose können mit zwei Verfahren behandelt werden:

  • durch eine Herzoperation
  • durch eine interventionelle Einbringung einer neuen Klappe (TAVI steht für "Transcatheter Aortic Valve Implantation")

Das TAVI-Verfahren wird ohne Spaltung des Brustbeins und ohne Herz-Lungen-Maschine durchgeführt. Zur Planung ist eine gezielte Computertomographie (CT) Untersuchung notwendig, um die gesamt Aorta, die Klappe und die Beckengefäße darzustellen.

Die CT Untersuchung wird mit dem Herzschlag synchronisiert (EKG) aufgenommen. Sie erhalten ein Kontrastmittel in eine Vene injiziert, um die Gefäße anzufärben. Die Untersuchung dauert ca. zehn Sekunden.

Als Ergebnis resultieren dann folgende Bilder der gesamten Aorta:

Aorta TAVI Bild

Die CT Untersuchung wird mit dem Herzschlag synchronisiert (EKG) aufgenommen. Sie erhalten ein Kontrastmittel in eine Vene injiziert, um die Gefäße anzufärben. Die Untersuchung dauert ca. zehn Sekunden. Als Ergebnis resultieren dann nebenstehendes Bild der gesamten Aorta. 

Hier kann beurteilt werden, ob und wenn wie stark die Gefäße verkalkt sind. Zudem kann die optimale Zugangsroute für den Katheter bestimmt werden.

Als weiteres Ergebnis kann die Herzfunktion bestimmt werden und die Aortenklappe genau beurteilt werden. Es können die Öffnungsfläche und der Grad der Verkalkung bestimmt werden. Zudem erfolgt an diesen Daten die Bestimmung der einzusetzenden Klappe.

Aortenklappe
Spezialisiert auf Herzklappenoperationen

Mehr Informationen zu Herzklappenoperationen

Die Herzklappen stellen die mitunter wichtigsten Bestandteile des Herzens dar. Eine gesunde Klappe ermöglicht die Pumpfunktion des Herzens.
Liegt ein Klappenfehler vor, so ist die Leistungsfähigkeit des Herzens eingeschränkt. 

Computertomographie (CT)

Die Computertomographie des Herzens ist eine schonende, schnelle und aussagekräftige Untersuchung. Die Untersuchung wird ambulant durchgeführt.

Was leistet die Computertomographie des Herzens?

Die hochauflösende CT-Angiographie des Herzens ist ein modernes Röntgenverfahren. Es ermöglicht detaillierteste Einblicke in die Gefäße des Herzens (Herzkranzgefäße). Durch die schnelle Rotation des CT können in Sekundenbruchteilen die Kranzgefäße dargestellt werden. Durch Verwendung von strahlenreduzierender Technik ist die Strahlenbelastung so gering wie möglich. Selbst geringe Verkalkungen oder Plaques – wichtig für die Herzinfarkt-Vorsorge – können dargestellt werden.

3D Rekonstruktion Herz

3D Rekonstruktion des Herzens einer Cardio-CT Untersuchung (Normalbefund). Die Kranzgefäße verlaufen von außen geschlängelt über den Herzmuskel (rot).

CT Darstellung rechte Herzkranzarterie

Darstellung der rechten Herzkranzarterie. Es kann die Gefäßwand und das Lumen präzise dargestellt werden.

Eignet sich die Technik zur Vorsorge (Herzinfarkt)?

Schonende und präzise Diagnostik – gerade für die Vorsorge (Prävention) von Herzerkrankungen ist dies eine wichtige Maxime. Die CT-Technik ist besonders gut zum Ausschluss einer koronaren Herzerkrankung geeignet, da sie einen hohen negativen prädiktiven Wert hat. Das heißt: Zeigt das CT keine Verkalkungen, Plaques oder Verengungen, ist der Patient mit hoher Wahrscheinlichkeit gesund. Das kann unmittelbar einen Einfluss auf die Vermeidung von Herzinfarkten und Schlaganfällen haben. Werden bei der Untersuchungen Plaques oder Verengungen festgestellt, kann die Behandlung mit Medikamenten (Cholesterinsenkern) sinnvoll sein. Im Umkehrschluss können diese Medikamente aber auch vermieden werden, zeigen sich keinerlei Gefäßveränderungen.

Die besondere Stärke der CT-Diagnostik ist der sogenannte niedrige negativ prädiktive Wert: Ist eine Koronare Herzerkrankung (KHK) mit Engstellen im CT ausgeschlossen, hat der Patient mit sehr hoher Sicherheit keine KHK. Daher wird bei Patienten mit niedrigem bis mittleren Risiko von vielen Fachgesellschaften primär das Herz-CT empfohlen.

Darstellung rechte Herzkranzarterie

Darstellung der rechten Herzkranzarterie bei einem Mitte Sechzig Jahre alten Mann. Unspezifische Symptome führten zu der CT Untersuchung. Es zeigen sich erhebliche Fettablagerungen (dunkle Stellen) mit deutlichen Einengungen.

Magnetresonanztomographie (MRT)

Aufnahme 1 MRT

Die MRT bietet die Möglichkeit die Anatomie des Herzens, die Funktion der Herzkammern und die Morphologie des Herzmuskels detailliert darzustellen. Dazu arbeitet die Methode ohne Röntgenstrahlen. Die Untersuchung findet in einer großen Röhre statt (Durchmesser ca. 70 cm), zudem weht ein leichter "Wind", so dass die meisten Patienten kein Engegefühl empfinden. Je nach Fragestellung dauert die Untersuchung ca. 45 min, dazu kommt die Zeit zum Lagern, so dass wir insgesamt mit ca. 60 min planen.

Beispiele aus der Praxis

Aufnahme 2 MRT

Mittels kardialer Magnetresonanztomographie (MRT) kann die Größe und Funktion des Herzens gemessen sowie Erkrankungen des Herzmuskels oder der Herzklappen genau charakterisiert werden. Des Weiteren ist die kardiale MRT die Methode der Wahl zur genauen Diagnose und Nachsorge bei angeborenen Herzfehlern. Da bei einer MRT-Untersuchung nur Magnetfelder und Radiowellen zum Einsatz kommen, sind Nebenwirkungen durch ionisierende Strahlen wie bei herkömmlichen Röntgenuntersuchungen ausgeschlossen.

Aufnahme 3 MRT

Bei einem Herzinfarkt wird ein Teil des Herzmuskels geschädigt, was zu einer Vernarbung des Herzmuskels in diesem Bereich führt. Mittels kardialer MRT kann eindeutig festgestellt werden, wie weit die Vernarbung fortgeschritten ist und wie viel gesunder Herzmuskel noch zur Verfügung steht. Diese Information ist wichtig zur Planung der weiteren Behandlung des Herzinfarktes zum Beispiel mittels Medikamenten, Herzkatheter oder Bypass-Operation.

Weiterführende Informationen

Veralteter Browser

Sie verwenden einen veralteten Browser. Die korrekte Darstellung der Webseite ist nicht garantiert und die Bedienung ist eingeschränkt bis hin zu nicht bedienbar.