Die Klinik für Gefäßchirurgie und endovaskuläre Chirurgie am Artemed Klinikum München Süd hat erstmals in Deutschland eine neuartige Gefäßprothese des Medizintechnikunternehmens Xeltis implantiert. Die sogenannte aXess Prothese wurde bei einem Patienten eingesetzt, der aufgrund eines chronischen Nierenversagens regelmäßig auf Hämodialyse angewiesen ist.
Für Dialysepatientinnen und Dialysepatienten ist ein zuverlässiger Gefäßzugang eine zentrale Voraussetzung für die regelmäßige Behandlung. Die neue Prothese kann hier eine zusätzliche Behandlungsoption darstellen, insbesondere für Menschen, bei denen herkömmliche Zugänge nicht oder nur eingeschränkt infrage kommen.
Die aXess Prothese basiert auf dem Prinzip der körpereigenen Geweberegeneration. Nach der Implantation dient sie zunächst als stabiles Gerüst. Im Laufe der Zeit wird das Material vom Körper abgebaut und schrittweise durch körpereigenes Gewebe ersetzt. Ziel ist es, dass sich daraus ein neues, natürliches und funktionsfähiges Blutgefäß entwickelt.
„Mit der aXess Prothese können wir unseren Patientinnen und Patienten eine innovative Therapieoption anbieten, die das Potenzial hat, Infektionen und andere Komplikationen zu reduzieren. Dass der Körper dabei angeregt wird, eigenes Gefäßgewebe zu bilden, eröffnet neue Perspektiven in der Versorgung von Dialysepatientinnen und Dialysepatienten“, erklärt Dr. Dominik Liebetrau, MHBA, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und endovaskuläre Chirurgie am Artemed Klinikum München Süd.
Mit dem erstmaligen Einsatz der Prothese in Deutschland setzt das Artemed Klinikum München Süd ein Zeichen für moderne gefäßchirurgische Versorgung und den Zugang zu innovativen Behandlungsmöglichkeiten in der Region.
„Gerade für Dialysepatientinnen und Dialysepatienten, bei denen herkömmliche Gefäßzugänge an Grenzen stoßen, kann eine solche Therapieoption entscheidend sein. Unser Ziel ist es, diesen Menschen eine möglichst verlässliche, langfristig tragfähige und zugleich schonende Versorgung zu ermöglichen“, so Dr. Liebetrau.








