Artemed Klinikum München Süd - Chefarztsekretariat

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Intravaskulärer Ultraschall (IVUS): Präzisionsdiagnostik und Therapieoptimierung bei pAVK

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), auch als „Schaufensterkrankheit“ bekannt, entsteht durch Engstellen und Verschlüsse in den Arterien der Beine. Eine genaue Diagnose und die optimale Behandlung sind entscheidend, um die Durchblutung zu verbessern und Komplikationen zu vermeiden. Dabei spielt der intravaskuläre Ultraschall (IVUS) eine zunehmend größere Rolle.

Bildgebung Intravaskulärer Ultraschall IVUS

Was ist intravaskulärer Ultraschall (IVUS)?

Der intravaskuläre Ultraschall (IVUS) ist ein modernes bildgebendes Verfahren, bei dem eine winzige Ultraschallsonde direkt in das betroffene Blutgefäß eingeführt wird. So können wir das Gefäß von innen betrachten und hochauflösende Bilder der Gefäßwände und Engstellen aufnehmen.

Vorteile von IVUS bei pAVK

  • Höhere Genauigkeit: IVUS liefert detaillierte Informationen über die Beschaffenheit der Engestelle/ des Verschlusses und ermöglicht so die Auswahl der besten Technik zum Wiederherstellen des Blutflusses.
  • Bessere Therapieergebnisse: Die gezielte Auswahl und Platzierung von Stents oder anderen Therapieverfahren wird erleichtert.
  • Frühes Erkennen von Komplikationen: Restenosen, Dissektionen oder kleine Gefäßverletzungen können sofort erkannt und behandelt werden.
  • Reduzierter Kontrastmittel- und Strahlenbedarf: IVUS arbeitet ohne Röntgenstrahlung und benötigt weniger oder kein Kontrastmittel – ideal für Patient:innen mit Nierenproblemen.

Vorteile von IVUS bei der Stentprothesen-Implantation bei EVAR

  • Präzise Gefäßdarstellung von innen: IVUS liefert hochauflösende Bilder direkt aus dem Gefäß, sodass die Anatomie der Aorta und der Abgänge (z. B. Nierenarterien) exakt beurteilt werden kann. Das ist besonders hilfreich bei komplexen oder stark gekrümmten Gefäßen.
  • Exakte Messung der Gefäßdurchmesser und Längen: IVUS ermöglicht eine genaue Bestimmung der Durchmesser und Längen der zu behandelnden Gefäßabschnitte. Dadurch kann die passende Größe der Stentprothese ausgewählt werden, was das Risiko von Undichtigkeiten (Endoleaks) verringert.
  • Optimale Platzierung der Stentprothese: Mit IVUS kann die Positionierung der Stentprothese während des Eingriffs in Echtzeit überwacht werden. Die exakte Lage im Verhältnis zu wichtigen Gefäßabgängen (z. B. Nierenarterien) ist direkt sichtbar.
  • Reduzierter Kontrastmittel- und Strahlenbedarf: Da IVUS ohne Röntgenstrahlung arbeitet und kein Kontrastmittel benötigt, ist die Methode besonders schonend für Patient:innen mit Nierenproblemen oder Allergien.
  • Frühes Erkennen und Vermeiden von Komplikationen: IVUS erkennt sofort Probleme wie Dissektionen, Thromben, Fehlpositionierungen oder Reststenosen, sodass direkt im Eingriff reagiert werden kann.

Für wen ist IVUS geeignet?

IVUS wird vor allem bei komplexen oder unklaren Befunden eingesetzt, wenn eine besonders genaue Diagnostik und Therapieplanung notwendig ist. Zusätzlich setzen wir IVUS als einer der wenigen Kliniken bei der Versorgung von Aortenaneurysmen mittels  Stentprothesen ein. Dadurch können wir eine noch präzisere Platzierung der Stentprothesen erreichen, Kontrastmittel sparen und die Strahlenexposition minimieren. 

Zusammenfassung

Der intravaskuläre Ultraschall (IVUS) ist eine innovative Erweiterung der Diagnostik und Therapie bei pAVK und von Aortenaneurysmen. Er ermöglicht eine präzise Beurteilung der Gefäße, verbessert die Behandlungsplanung und trägt zu besseren Langzeitergebnissen bei. Gerne sprechen wir mit Ihnen über die beste Therapieoption für Sie.

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