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Hallux valgus (Ballenzehe): Wenn die Großzehe schief steht

Ursachen und Therapieoptionen bei Hallux valgus

 

Warum weicht die Großzehe ab?

Von diesem Volksleiden ist in der westlichen Welt fast jeder Vierte betroffen, insbesondere Frauen. Hierbei kommt es zu einer Abweichung der Großzehe in Richtung der Kleinzehen. In extremen Formvarianten kommt es zu einer Verdrängung der Kleinzehen, sodass die Großzehe zum Teil über oder unter der zweiten Zehe zu liegen kommt. Zusätzlich entwickelt sich ein prominenter, und meist auch schmerzhafter Ballenbereich auf der Fußinnenseite, wodurch sich auch der Name des Krankheitsbildes erklärt.

Die genaue Ursache für die Entstehung eines Hallux valgus kann nicht in jedem Fall abschließend geklärt werden. Häufig kommt zusätzlich zu einer familiären Veranlagung (genetischen Komponente), ein Schuhkonflikt. Hierbei werden sowohl Schuhe mit hohen Absätzen als auch Schuhe mit engem Vorfußbereich oder spitz zulaufender Form als wichtiger Faktor gesehen. Häufig fällt den Patienten initial die veränderte Fußform als kosmetischer Aspekt auf. Im weiteren Verlauf stehen jedoch Schmerzen im Bereich des Ballens, die Verdrängung der übrigen Kleinzehen oder das erschwerte Tragen von geschlossenem Schuhwerk im Vordergrund. Die Beschwerden können also derart fortschreiten, dass jeder Schritt schmerzhaft wird und geschlossene Schuhe kaum mehr getragen werden können.

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?

Sollte der Hallux valgus für Sie zu einem dauerhaften Problem werden, beraten Sie unsere Spezialisten für Fuß- und Sprunggelenkschirurgie gerne bezüglich der möglichen Therapiealternativen. Bei geringen Beschwerden ist gegebenenfalls auch eine konservative Therapie ohne Operation möglich. Diese besteht aus folgenden Maßnahmen:

  • Verwendung von Hilfsmitteln wie Silikonspreizern, Nachtlagerungsschienen oder Einlagen
  • Physiotherapie, beispielsweise speziellen Varianten wie der Spiraldynamik

Sollten die Beschwerden jedoch derart fortgeschritten sein, bleibt häufig nur noch die operative Therapie als sinnvolle Option. Hierbei bieten wir in unserer Klinik sowohl die herkömmlichen offenen Verfahren als auch die minimalinvasiven Methoden bis hin zu komplexen Rekonstruktionen bei begleitenden Arthrosen oder Instabilitäten am Übergang vom Mittelfuß zur Fußwurzel an. Gerne erläutern wir Ihnen im Rahmen der Sprechstunde das für Sie individuell passende Verfahren. Um eine Aussage zum geeigneten Operationsverfahren treffen zu können, werden wir ein Röntgenbild des Fußes unter Belastung anfertigen, zusätzlich zu einer klinischen Untersuchung.

Grundlage der meisten operativen Therapieformen ist es, den Ballen wieder in die korrekte Position (Verschmälerung des Vorfußes) und die Großzehe wieder in die herkömmliche Stellung zu bringen. Dies ist entweder mit einem herkömmlichen offenen Verfahren oder mit einer minimalinvasiven Methode möglich, im Rahmen derer die einzelnen OP-Schritte lediglich über kleine Stiche durchgeführt werden.

Wie läuft eine Hallux-valgus-Operation ab?

Für die Durchführung des Eingriffes werden Sie in der Regel am Tag der Operation stationär in unserer Klinik aufgenommen. Es ist häufig mit einem Aufenthalt von wenigen Tagen zu rechnen.

In der Regel erhalten Sie nach der Operation für insgesamt sechs Wochen einen Spezialschuh, mit dem eine frühfunktionelle Nachbehandlung mit erlaubter Vollbelastung möglich ist. Anschließend ist nach einer Kontrolluntersuchung bereits wieder die Verwendung von Konfektionsschuhen möglich.

Bis zur abschließenden Regeneration des Fußes, zur vollständigen Arbeitsfähigkeit je nach Beruf oder zur uneingeschränkten Ausübung von Sportarten können jedoch noch einige Wochen vergehen. Wichtig ist hierfür, dass nach Abschluss der Wundheilung frühzeitig mit der Physiotherapie und einer eigenständigen Beübung begonnen wird, um eine gute Beweglichkeit der Zehen wiederherzustellen.

Gerne begleiten Sie unsere Spezialisten der Fuß-und Sprunggelenkchirurgie auch im Verlauf nach der Operation und stehen als Ansprechpartner auch außerhalb der Sprechstunde zur Verfügung.

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