Artemed Klinikum München Süd
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Erweiterung der Bauchschlagadern (Aortenaneurysma)

Die Entstehung eines Aortenaneurysmas ist in den meisten Fällen durch eine Gefäßerkrankung begründet, die ähnlich der Arteriosklerose (Verkalkung der Gefäßerkrankung) ist. Die Risikofaktoren sind im Wesentlichen dieselben wie bei der arteriellen Verschlusskrankheit. Andere Ursachen können z. B. genetische Erkrankungen wie das Marfan-Syndrom sein, eine familiäre Veranlagung spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle.

Therapie

Eine Therapie sollte grundsätzlich ab einem Durchmesser von 5,5 cm erfolgen. Natürlich ist das auch von mehreren anderen Faktoren abhängig: Zum Beispiel spielen Form des Aneurysmas (langstreckig oder blasenförmig), Größe des Patienten, Geschlecht, Wunsch des Patienten und Lebensgewohnheiten eine Rolle. Letztlich erfolgt die Operation, um eine Ruptur (Platzen der Schlagader) zu verhindern.

Die Behandlung der Aortenaneurysmen ist einer der Schwerpunkte der Abteilung für Gefäßchirurgie. Zur Behandlung stehen prinzipiell zwei Behandlungsmethoden zur Verfügung: die offene Operation mit komplettem Ersatz der Schlagader durch einen künstlichen Blutleiter oder die endovaskuläre Therapie. Bei letzterem Operationsverfahren wird die Schlagader nicht ersetzt, sondern mit einer inneren Gefäßstütze (Stentgraftprothese) geschient. Dieses Operationsverfahren ist für den Patienten deutlich schonender als die offene Operation und kommt in nahezu 95 % der Fälle in unserer Klinik zum Einsatz.

Das Team der Gefäßchirurgie verfügt über eine langjährige Erfahrung in der endovaskulären sowie in der offenen Aneurysmaausschaltung. Besonderes Steckenpferd ist, neben der Behandlung der normalen Aneurysmen, die endovaskuläre Aneurysmaausschaltung mittels sogenannter „fenestrierter“ und „gebranchter“ Stentgraft-Prothesen. Das sind speziell für den Patienten angefertigte Prothesen, mittels derer alle Aneurysmen, von der Brustschlagader (thorakale Aorta) bis zur Leistenschlagader behandelt werden.

Grundvoraussetzungen sind bei solchen komplexen Eingriffen, neben der Expertise des Operateurs, die enge Kooperation mit der Abteilung für Herzchirurgie (unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Peter Lamm) sowie die technische Ausstattung des Operationssaals. Im Chirurgischen Klinikum München Süd wurde speziell für diese Eingriffe ein hochmoderner Hybrid-OP mit einer speziellen Röntgenanlage installiert. In diesem OP können die Aneurysmen besonders schonend und sicher behandelt werden. In Einzelfällen kann zur besseren OP-Planung anhand der Dünnschicht CT-Daten mit unserem 3D-Drucker ein Aortenmodell erstellt werden.

Nachsorge

Im Anschluss an eine Aneurysma-Ausschaltung sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen erforderlich. Routinemäßig erfolgt nach sechs Monaten eine Kontroll-Sonographie. In Abhängigkeit des Befundes sollte dann eine CT-Angiographie zum Ausschluss eines sogenannten Endoleaks erfolgen. Ein Endoleak bezeichnet eine weitere Durchblutung des Aneurysmas. Ursachen können kleine Schlagadern sein, die in das Aneurysma münden oder z.B. eine undichte Prothese. Schrumpft hingegen das Aneurysma deutlich, sind regelmäßige Ultraschalluntersuchungen ausreichend.

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