Milz
Die Milz ist ein wichtiges Organ des lymphatischen Systems und spielt eine zentrale Rolle bei der Immunabwehr sowie beim Abbau alter oder geschädigter Blutzellen. Sie liegt im linken Oberbauch und ist normalerweise nicht tastbar. Veränderungen der Milz bleiben häufig lange unbemerkt und werden oft zufällig im Rahmen bildgebender Untersuchungen festgestellt. Je nach Ursache und Ausprägung können jedoch Beschwerden auftreten, die eine weiterführende Diagnostik und Behandlung erforderlich machen.
Mögliche Milzerkrankungen
Erkrankungen der Milz können durch strukturelle Veränderungen, bösartige Erkrankungen des Blutsystems oder äußere Einwirkungen entstehen. Die klinischen Symptome sind oft unspezifisch und reichen von Druckgefühl im linken Oberbauch bis zu Allgemeinsymptomen wie Müdigkeit oder Infektanfälligkeit.
+ Gut- und bösartige Veränderungen der Milz: Hierzu zählen unklare Milzrundherde, gutartige Tumoren sowie bösartige Erkrankungen wie Metastasen oder primäre Milztumoren. Auch systemische Erkrankungen wie Lymphome oder Leukämien können die Milz betreffen und zu einer Vergrößerung oder strukturellen Veränderungen führen. Eine sorgfältige Abklärung ist notwendig, um die Ursache einzugrenzen und das weitere Vorgehen festzulegen.
+ Traumatische Milzverletzung / Milzlazeration: Nach stumpfen Bauchverletzungen, etwa im Rahmen von Verkehrsunfällen oder Stürzen, kann es zu Einrissen oder Blutungen der Milz kommen. Abhängig vom Schweregrad können diese Verletzungen lebensbedrohlich sein und erfordern eine rasche medizinische Beurteilung.
Diagnostik
Zur Beurteilung von Milzveränderungen werden bildgebende Verfahren eingesetzt, die eine genaue Darstellung der Organstruktur ermöglichen. Ziel ist es, Art, Ausdehnung und mögliche Ursachen der Veränderungen zu erkennen sowie begleitende Erkrankungen zu erfassen.
+ Sonografie: Die Ultraschalluntersuchung ist ein wichtiges und schnell verfügbares Verfahren zur Erstbeurteilung der Milz. Sie erlaubt Aussagen über Größe, Form und Struktur des Organs und kann Raumforderungen, Verletzungen oder eine Vergrößerung der Milz sichtbar machen.
+ Computertomografie (CT): Die CT ermöglicht eine detaillierte Darstellung der Milz und ihrer Umgebung. Sie wird insbesondere bei unklaren Befunden, zur Abklärung von Tumoren oder bei Verdacht auf Verletzungen nach Unfällen eingesetzt.
+ Magnetresonanztomografie (MRT): Die MRT bietet eine sehr genaue Beurteilung von Gewebestrukturen ohne Strahlenbelastung. Sie kommt vor allem bei der Differenzierung gut- und bösartiger Veränderungen sowie bei speziellen Fragestellungen zum Einsatz.
Operative Behandlung von Milzerkrankungen
Die Entscheidung zur operativen Behandlung richtet sich nach der Art der Erkrankung, dem Ausmaß der Milzveränderung und dem Allgemeinzustand der Patientin oder des Patienten. Ziel ist es, Komplikationen zu vermeiden und die bestmögliche Therapie zu gewährleisten.
+ Operative Resektion der Milz bei gut- oder bösartigen Tumoren: Bei bestimmten Milzerkrankungen oder unklaren Befunden kann eine operative Entfernung der Milz notwendig sein. Der Eingriff erfolgt je nach Situation laparoskopisch oder offen.
+ Notfalloperation bei Milzverletzung: Bei schweren Milzverletzungen mit anhaltender Blutung kann eine sofortige operative Versorgung erforderlich sein, um lebensbedrohliche Komplikationen zu verhindern.
Diagnostik:
- Sonografie
- CT
- MRT
Mögliche Erkrankungen:
- Gut-/bösartige Veränderungen der Milz (Abklärung unklarer Milz Rundherde, Metastasen, primäre Milztumoren, Lymphom, Leukämie)
- traumatische Milzverletzung/-lazeration
Operative Behandlung:
- Operative Resektion laparaskopisch/offen beu gut-/bösartigen Milztumoren
- Notfalloperation bei Milzverletzung








